EUROPEAN CUP BOULDER & SPEED 2019 -Innsbruck (AUT) 2nd - 04th May 2019 / image shows: Lukas Knapp

LOWA CLIMBING Team Lukas Knapp

Auf zu neuen Höhen

Im Jahr 2009, mit 12 Jahren entdeckte Lukas das Klettern für sich nachdem er bereits viele andere Sportarten ausprobiert hatte, keine davon fesselte ihn jedoch so sehr wie diese. Bald schon nahm er an den ersten lokalen Wett­kämpfen im Vorstieg teil und innerhalb eines Jahres stieg er in dem Salz­burger Landeskader auf und startete an seinem ersten nati­onalen Wettkampf, einem Austria-Cup in Vöck­labruck.

Über die Jahre hinweg nahm Lukas an vielen Bewerben im Bouldern und Vorstieg teil, bis er schließlich 2014 die Disziplin Speed für sich entdeckte. Da auch der Trainer des Nati­o­nalteams Potential in ihm sah, wurde er zu den Trai­nings­lagern eingeladen (anfangs noch auf Selbst­kos­tenbasis) bis er sich schließlich Anfang 2015 für das Nati­o­nalteam quali­fi­zierte.

Anfangs noch in der Jugend und Juni­o­ren­klasse unterwegs startet Lukas mitt­lerweile in der Allge­meinen Klasse und konnte hier schon gute Ergebnisse wie den 23ten Platz bei der WM 2018, den 13ten Platz bei der Euro­pa­meis­ter­schaft im Oktober 2019 sowie den drei­fachen Staats­meis­tertitel erzielen.

Von Anfang an war es für ihn wichtig, sich nicht nur auf den Indoorsport zu fokus­sieren, sondern auch so oft wie neben dem Training nur möglich, raus an den Felsen zu gehen. Je nach Gege­ben­heiten reicht das dann von kurzen Sport­kletter-Tagestrips an den lokalen Wänden bis hin zu wochen­langen Klet­ter­reisen in Länder wie USA, Israel, Grie­chenland, Türkei, … oder LongLine-Klas­sikern wie die „Herz­schlag der Leiden­schaft“ (8+, 42SL) im Karwendel.

Fakten & Daten

Geburstag:
29.05.1997
Geburstort:
Hallein
Heimat:
Innsbruck, Hof bei Salzburg
Beruf:
Student/Elek­tro­techniker/Klet­ter­lehrer
Lieblings-Klet­ter­stelle:
Leonidio (GR), Red River Gorge (USA)
Hausberg:
Schober

Lukas Knapp,
Wie kamst Du zum Bergsport und warum hast Du Dich genau für ihn entschieden?

„Ich habe mit 12 Jahren das Klettern beim Alpen­verein in Thalgau ausprobiert und war von der ersten Einheit an gleich über­wältigt. Das jede Bewegung unter­schiedlich ist und es so gut wie keine gleichen Züge gibt, hat mich von Anfang an fasziniert.“

Wie hat der Sport Dein Leben verändert?

„Ganz im positiven Sinn! Zwar gibt es besonders im Wettkampf auch viel Druck, aber sobald man lernt richtig damit umzugehen, hilft einem das auch im privaten Leben viel.“

Wie über­windet man beim Training seinen inneren Schwei­nehund?

„Das wich­tigste ist einfach Durch­beißen egal was kommt und dafür sollte man sich kleinere „SMART“e Ziele für jede Trai­nings­einheit setzen. Wichtig ist aber auch, dass man es akzep­tieren kann, wenn einmal eine Einheit nicht läuft wie geplant und sich davon nicht aus der Bahn werfen lässt.“

Was war Deine schönste Tour? Und warum?

„Meine erste richtige (schwerere) Multipitch, die Punsola-Renui (8-) auf einen komplett freiste­henden Konglomerat-Turm, den Cavall Bernat, im Mont­serrat-Massiv in Spanien mit meinen zwei besten Freunden.“

Welchen Ort sollte jeder Mensch einmal gesehen haben?

„Es gibt viele besondere Orte und diese bleiben genau dadurch besonders, dass sie nicht jeder Mensch kennt, aber der land­schaftlich schönste Ort an dem ich bisher war, waren eindeutig die Azoren.“

Was bedeutet für Dich Glück?

„Das zu tun was man wirklich will und was man gerne macht.“

Wofür bist Du besonders dankbar?

„Für die Möglickeit meinen Leben so zu führen wie ich es haben will und mich weder vor meinen Eltern noch vor meinen Freunden in irgendeiner Weise dafür recht­fertigen zu müssen.“

Inwiefern genießt Du das Leben viel­leicht mehr als andere?

„Viel­leicht dadurch, dass mich mein Sport durch Wett­kämpfe, Trai­ningslager & Fels­reisen an viele Orte bringt, auf die man viel­leicht sonst nicht so einfach kommen würde und das meist ohne Kosten (z.B China, Sibirien, Sotschi, Israel…)“

Was ist Deine wich­tigste Lebens­weisheit?

„How you make your money is more important then how much you make.“

Welchen Hobbys gehst du sonst noch nach, außer dem Bergsport?

„Ich lese gerne und probiere gerne neue Sportarten aus.“

Was ist dein Lieb­lingsschuh von LOWA?

„Definitiv der Rocket Velcro, da er für mich einfach eine Art „Uni­ver­salwaffe“ ist. Ich hab ihn – was vom Namen her ohnehin perfekt ist – im Wettkampf im Einsatz, aber genauso beim Sport­kettern am Fels oder bei alpinen Mehr­seil­touren.“

Meine Schuhe für…